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Im Rückwärtslauf mit offenen Knien zur Rekordzeit

Sonntag vormittag 10 Uhr. Eine breite Masse an Gelbhemden steht am Start für den Halbmarathon in Augsburg. Es geht durch den Siebentischwald. Passend zum Veranstaltungsort gilt es für 3x 7 km zu laufen. Topfit erschien Günter Kitzinger an der Startlinie. Seine Mission, Tempoläufer für Theresa Wild, die Chancen auf´s Treppchen hat. Von anfang an zeigt Günter, dass er sein heutiges Vorhaben sehr ernst nimmt. In seinem Windschatten Theresa. Günter spielt mit dem Tempo und behält den Überblick. Wenn es sein muss auch mal Rückwärts laufend um die Konkurrenzsituation zu überblicken. Im Ziel: Mission completed. Mit ein paar Sekunden vor Theresa wird Günter Vereinsschnellster und zudem gelang es, dass sich Theresa auf das Podest katapultierte. Der Lohn für Theresa war der dritte Platz bei den Schwäbischen Meisterschaften.

 

Weiter hinten im Feld genossen Anja Sauerland und Jürgen Zimmermann das gemeinsame Laufevent. Im gemütlichen Sonntagslauf absolvierten die beiden Runde für Runde um zuletzt souverän gemeinsam das Ziel zu erreichen. Sogar der Zieleinlauf gelang syncron nach 1:47:26 Stunden.

 

Dazwischen ereignete sich dramatisches. Florian Griesbach wagte den Versuch, ob man auch mit offenen Knien einen Halbmarathon erfolgreich beenden kann. Kann man, muss man aber nicht. Ein Loch auf der Strecke wurde ihm zum Verhängnis. Er kam aus dem Gleichgewicht, stürzte und den Rest des Laufes sorgten die Schmerzen in den offenen Knien dafür, dass er die Schmerzen aufgrund der Anstrengung vergas.

 

Als Warchinger Fan am Straßenrand hätte man in den nachfolgenden 17 Minuten perfekt Zeit gefunden, einen Sekt Aperol zu trinken die Warchinger zu verpassen. Lediglich nach 11 Minuten kam ein einsames gelbes Hemdchen des Weges. Thomas Kreppold war so fair und sorgete dafür, dass Stimmung am imaginären Warchinger Fanclub entbrannte. Einsam und allein kam Thomas auch noch 6 Minuten vor den nächsten Vereinsläufern ins Ziel. Die 85 Punkte für die Vereinsmeisterschaft waren an diesem Tag wie in Stein gemeiselt.

 

Das Highlight setzte an diesem Sonntag jedoch ein anderer. Dass man die Corona Zeit auch dafür nutzen kann, topfit zu werden, bewies Andreas Rossmann. Zusammen mit Carola Wild und Karlheinz Leinfelder wurde die zwei Stunden Marke anvisiert. Abwechselnde Tempoarbeit und ein konstant hohes Tempo sorgten dafür, dass Andi´s Bestzeit immer mehr zu wackeln begann. Bitter nur, dass Andreas kurz vor Schluss abreisen lassen musste. Carola und Karlheinz zogen davon und brachten noch über zwei Minuten Vorsprung zu Stande. Der Redaktion gelang es nicht, die wahren Gründe dieses Umstandes herauszufinden. Die Aussagen der Beteiligten widersprechen sich massiv. Während Andreas behauptet, dass er die Führungsarbeit im Trio leistete, konnten sich Carola und Karlheinz eher daran erinnern, größtenteils vorne weg gelaufen zu sein. Letztendlich wird die Wahrheit nie zu erfahren sein, aber das Wichtigste ist ja ohnehin, dass Andi mit 1:56:01 Stunden eine neue Bestzeit in den Asphalt getreten hat.

 

Nach diesem Rennen lohnt sich ein Blick auf die Vereinsmeisterschaft, denn da gibt es im wahrsten Sinne des Wortes eine wilde Jagd auf den Führenden Günter Kitzinger. 3x Wild sitzen ihm im Nacken. Mal sehen, ob Günter diesem Druck gewachsen ist.

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